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2. Februar 2018 read the game

ALLE INFOS ZUM 21. SPIELTAG DER FUSSBALL BUNDESLIGA

1. FC Köln – Borussia Dortmund

Batman ist fort, lang lebe Batsman! 

Was für eine Woche für den BVB: Bartra geht zurück nach Spanien, Subotic nach Frankreich und Dortmunds MIP Pierre-Emerick Aubameyang alias Batman flattert nach London zu Arsenal FC. Im Gegenzug kommt im Rahmen eines Stürmer-Domino-Days Michy Batshuayi, Spitzname: Batsman, als Leihgabe von Chelsea FC. Und wäre der Winter Sale nicht spannend genug, steht in der Bundesliga “The Return of Peter Stöger” in Köln auf dem Spielplan. Knabberkram raus, es wird aufregend!

Was euch erwartet? 

Die Stunde Null in Dortmund. Ihr wichtigster Angreifer der letzten 4,5 Saisons ist unter der Woche von Bord gegangen. Stilvoll wie der Kapitän der Costa Concordia. Rein sportlich betrachtet war Pierre-Emerick Aubameyang jedoch die ultimative Antwort auf den damaligen Verlust von Robert Lewandowski. Die Bilanz des Gabuners: 213 Spiele, 141 Tore.

Wie kompensiert man den endgültigen Verlust des aktuellen MIPs mit 18 Torbeteiligungen? Kurzfristig im Spiel gegen Köln, langfristig die nächsten Jahre, um zumindest weiterhin die sportliche Nummer 2 in der Bundesliga zu bleiben. 

 

Am System wird Coach Stöger sicherlich nichts grundlegend ändern, hat der BVB nominell noch immer die zweibeste Offensive der Liga:  42 Tore, davon 24 Tore im Rahmen einer offensiven Phase, 11 per Standard und 7 Treffer im Umschaltverhalten. Zugleich besitzt Köln auf dem Papier immer noch die drittschlechteste Abwehr. Besonders anfällig zeigten sich die Verteidiger bei Offensiven Phasen (15 Gegentreffer) und Standards (16 Gegentreffer).

In Anbetracht dessen, könnten die Dortmunder den Finger in Kölns größte Wunden legen. Denn der BVB hat auch in der Rückrunde seine Tore vorrangig aus dem Spiel heraus erzielt. Zudem besitzen die Schwarzgelben zwei Geheimwaffen. 19 Tore (45%) wiesen Zufallsmerkmale auf, das Glück steht somit mehr als oft genug auf ihrer Seite. Zudem sind die Dortmunder Meister der Perturbation. Hier sind es sogar 20 der 42 Treffer, die ein entsprechendes Merkmal aufweisen. Köln hingegen hat bereits ein Viertel seiner Tore nach einer Perturbation kassiert und fast genauso viele Treffer (29 %) wiesen auch ein Zufallsmerkmal auf.

Aber auch bei Standards kann sich die Kölner Defensive nicht zurücklehnen. Zwar gehört Dortmund nicht zur Spitzengruppe der Standard-Könige. Mit ihren 3 Toren nach Ecken, sowie 4 Treffern nach Elfmetern könnten sie sich die Schwachstellen der Kölner zu Nutze machen. Denn der Effzeh kassierte bereits 6 Tore nach Ecken und sogar 8 per Strafstoß.

 

Was spricht für einen Kölner Erfolg? Die neugewonnene Heimstärke – 3 Spiele daheim ungeschlagen, jeweils nach Führung. Gelingt auch gegen Dortmund ein Führungstor, spricht viel für einen Punktgewinn. Denn die Dortmunder sind aktuell alles andere als gefestigt. Zudem ist die Auswärtsbilanz nach Rückstand mies: Geriet der BVB in den zurückliegenden Spielen in Rückstand, hat man je 2 Niederlagen und 2 Unentschieden verbucht.

Auf wen kommt es an?

Als Ersatz für Aubameyang kam mit Michy Batshuayi ein hoch veranlagter, aber wenig eingesetzter Spieler vom englischen Spitzenclub Chelsea FC. Der 24-jährige Belgier wird sich mit Rohdiamant Alexander Isak um die Position im Sturmzentrum duellieren und vermutlich in Köln als Mittelstürmer von Beginn an auflaufen. 

Dass ein eiskalter Vollstrecker beim BVB zum Start in die Rückrunde fehlte, war offensichtlich. Somit blieben beste Chancen ungenutzt und es folgten ein 0:0 gegen Wolfsburg und ein 1:1 gegen Hertha BSC. Bei Aubameyangs Abschlussvorstellung gab es ein glückliches 2:2 gegen den SC Freiburg. Die Leistung des modischen Paradiesvogels war allerdings so lau wie seine Abschiedsworte auf Instagram.

Stattdessen fand die japanische Antwort auf die VW-Skandale, Shinji Kagawa, zu alter Stärke zurück. In allen Partien der Rückrunde war der dribbelstarke Offensivmotor der beste Mann einer kriselnden Dortmunder Mannschaft und traf sowohl gegen Hertha BSC als auch gegen Freiburg. Da Yarmolenko verletzt ausfällt, dürften erneut die jüngste Flügelzange der Bundesliga auflaufen: der 17-jährige Jordan Sancho (1 Assist) und der 19-jährige Christian Pulisic ( u.a. 3 Tore, 1 Assists, 1 Pre-Assist).

 

Köln wiederum suchte die gesamte Hinrunde nach einem Knipser in den eigenen Reihen nachdem ihr Torjäger Anthony Modeste nach China wechselte. Seit Simon Terodde in Köln ist, läuft es wieder. Seine 3 Tore sorgten für 2 Siege. Gegen den FC Augsburg sprang nur ein Unentschieden heraus, Terodde traf aber auch nicht. Dennoch haben sie in Köln die Hoffnungen auf das Wunder Klassenerhalt neu aufleben lassen. Dazu blüht parallel der Ex-Dortmunder Milos Jojic auf. In den letzten 4 Partien glänzte er mit 4 Assists und einem sehenswerten Freistoßtor.

Wann gibt es Zeit durchzuatmen?

Auch eine Form von Talent: die zweitbeste Offensive der Liga und trotzdem gibt es auch vor dem 21. Spieltag noch Phasen in denen der BVB noch nicht getroffen hat: 31. bis 35. sowie 81. bis 85 Minute. Kölns torarme Hinrunde kann auch ein Terodde in kürzester Zeit nicht ausbügeln. Der FC traf bis dato noch nicht von der 1. bis zur 5., 11. bis 15. Minute sowie 41. bis Pausenpfiff. In der zweiten Hälfte herrschte im Kölner Block bis dato keine ausgelassene Stimmung in der 51. bis 65., 71. bis 75. sowie 86. bis 90. Minute.

SC Freiburg – Bayer 04 Leverkusen

Unaufhaltsam: Die Serientäter unter sich

Von wegen beste deutsche Erfolgsserie Dark. Für die echten Serien-Hits sorgt in Deutschland nicht Netflix, sondern Nils Petersen mit seinem SC Freiburg. Seit 8 Spielen sind die Breisgauer in der Bundesliga ungeschlagen. Bisherige Staffel-Highlights waren die Folge 15 “Der Vollstrecker im Schnee” und Folge 20 “30 Meter: Volltreffer ins Glück”. Ebenfalls ein Quoten-Hit “Kevin ist nicht allein im Angriff”, eine Werkself Produktion mit Hauptdarsteller Kevin Volland in der Saison seines Lebens. Lediglich eins der letzten 15 Spiele ging verloren. Nun kommt es zum Crossover!

Was euch erwartet?

Ein Spitzenspiel. Denn der SC Freiburg und Bayer 04 Leverkusen sind die Teams der Stunde, kaum einer mag noch gegen sie antreten, also spielen die Mannschaften jetzt einfach mal gegeneinander.  Spannend für Trainer und Zuschauer zugleich – welcher Mannschaft gelingt es den gegnerischen Spielstil bzw. deren erfolgsversprechendsten Muster nicht zur Geltung kommen zu lassen? 

 

Bei Bayer Leverkusen sind es zum einen die Offensiven Phasen. 21 (57 %) von 42 Toren erzielte der aktuell drittbeste Angriff der Bundesliga auf diese Weise. Die Spezialität des Hauses ist jedoch das Umschaltspiel. 11 Tore (27%) erzielte man bereits gegen einen ungeordneten Abwehrverbund. Das wiederum ist die Achillesferse der Breisgauer: 20 Tore im Rahmen einer offensiven Phase sowie 7 Gegentreffer nach Umschaltverhalten.

Auf wen kommt es an?

Nils Petersen ist der Mann der Stunde: 9 von 10 Toren schoss er in den zurückliegenden Spielen. Insgesamt kam er auf 15 Beteiligungen an 13 Saisontoren. Sein Gegenüber Kevin Volland hat genauso viele Tore erzielt (10). Seine Spielweise ist jedoch deutlich variabler: Denn zu den Torschüssen gesellen sich noch Assists und somit vielleicht auch der diesjährige Herausforderer für Robert Lewandowski. Denn außer ballern, kann er auch den Ball auflegen zum Torschuss sowie durch eine indirekte Beteiligung wichtigen Raum schaffen.

 

Dahinter scharen erneut Leon Bailey (16 Beteiligungen an 15 Toren) und Julian Brandt (16 Beteiligungen an 14 Toren) mit den Füßen. Der Jamaikaner durchbrach zuletzt den Mainzer Abwehrriegel und weiß auch sonst zu überzeugen. 

 

Jannik Haberer hat bereits 13 Beteiligungen an 8 Toren diese Saison. Treffsicher zeigt sich auch Robin Knoche mit 2 Toren in den letzten Bundesligaspielen. Ohne Vorlage kein Tor ist das Motto von Christian Günter, der in den zurückliegenden Partien 2 Assists lieferte.

Wann gibt es Zeit durchzuatmen?

Leverkusen hat den drittbesten Angriff in der Bundesliga, allerdings nach wie vor kein Tor in der 36. bis 40. Minute sowie zum Schadenersatz ist dann vorbei. Freiburg hingegen wartet noch auf einen Treffer von der 1. bis 10., 26. bis 35. Minute sowie 41. Minute bis zum Pausenpfiff. Zudem trafen sie nicht von der 56. bis 60. Minute.

Borussia Mönchengladbach – RB Leipzig

Duell um die Geld

Wer den Sieg verbucht, schiebt sich in die besten Positionen für die Champions League. Problem für beide Teams – so ausgeglichen die Tabelle der Bundesliga ab Platz 2 ist, wirkt auch diese Partie. 

Was euch erwartet?

Das wird ein Duell auf Augenhöhe, wenngleich RB Leipzig aktuell schwächelt. Nur eins der letzten 7 Spiele konnte gewonnen werden. Gladbach präsentiert das Wort Krise anderweitig – denn während man daheim fast alles gewinnt, verbockt man auswärts mehr als manche Vatertags-Truppe nach dem 8. Kasten Bier.

 

Beide Mannschaften treffen vorrangig aus dem Spiel heraus im Rahmen einer Offensiven Phase. Bei Gladbach sind es 13 Treffer, die Leipziger erzielten sogar 17 Tore auf diese Weise. Dafür ist die Fohlenelf nach Standards erfolgreicher – insbesondere Ecken und Elfmeter (je 5 Tore). Sollten sich beide Teams neutralisieren, könnten die Standards den Ausschlag geben – zumal die Leipziger bereits 5 Eckballtore und 4 Elfmeter kassierten. 

Zudem ist Leipzig das Team, das nach Freiburg die meisten Tore in der ersten Viertelstunde kassiert. 

Auf wen kommt es an?

2 x 3 Musketiere im Einsatz: Thorgan Hazard (16 Beteiligungen an 15 Toren) auf Gladbacher Seite als auch Timo Werner (15 Torbeteiligungen) für Leipzig sind von der Spielanlage gänzlich andere Spieler, jedoch die Fixpunkte ihrer Mannschaften. Während Werner (10 Tore) meist selbst den Abschluss sucht, wandelt Hazard zwischen den Räumen auf dem Platz. So kommt es, dass zwar 6 Tore, aber bereits 5 Assists sowie 3 Pre-Assists zu Buche stehen. Um ihn herum kreisen mit Lars Stindl (18 Beteiligungen, 14 Tore) und Raffael (12 Beteiligungen an 10 Toren) 2 ähnliche Spielertypen, die sich jedoch an guten Tagen optimal ergänzen.

 

An Werners Seite ist Marcel Sabitzer (16 Beteiligungen an 12 Toren) eingeschlagen wie Schulbücher. Als dritter im Bunde wechseln sich in der Besetzung der baldige Liverpooler Naby Keita (13 Beteiligungen an 10 Toren) und der neue Big Player auf Rechtsaußen Bruma (10 Beteiligungen an 8 Toren) ab.

 

Wann gibt es Zeit durchzuatmen?

Die Nachspielzeit der ersten Hälfte sowie die 51. bis 55. Minute sind bei Gladbach noch ohne Torerfolg. RBL hingegen weiß mit sich in den ersten Minuten nichts anzufangen sowie von der 36. bis 40. Minute und 56. bis 60. Minute.

FC Schalke 04 – SV Werder Bremen

Duell der Bollwerke

Noch humorloser als Schalke 04 und Werder Bremen agiert eigentlich nur noch Markus Lanz. Nach den Bayern und Eintracht Frankfurt stellen sie mit 25 Gegentreffern die beste Abwehr. Während es jedoch bei Werder in der Hinrunde offensiv hakte, ackerte sich bei den Knappen Angreifer Burgstaller durch jeden Strafraum.

 

Was euch erwartet?

Das könnte in der Tat eine echte Abwehrschlacht werden. Werder Bremen bekam die meisten Treffer aus dem Spiel heraus bisher – und zwar gegen einen geordneten Spielaufbau, da Schalke jedoch vorrangig über Standards zum Erfolg kommt, könnte es lang knapp zugehen. Das wiederum könnte dem Bremer Umschaltspiel in die Karten spielen, da man nicht nur bereits 5 Tore erzielte, sondern Schalke auch bereits 7 Tore auf diese Weise kassierte.

 

Auf wen kommt es an?

Guido Burgstaller mit seiner grobschlächtigen Art der Sturmarbeit erackerte bereits 17 Beteiligungen an 13 Toren. Das katapultierte ihn in die Herzen der Knappen, während Max Kruse mit seiner Art des Profilebens eher in den Schlagzeilen landete. Solange sein Kopf nicht in der Bild, sondern auf dem Platz zu sehen ist, geht es Werder gut. Trotz diverser Verletzungssorgen, bringt er es auf 10 Beteiligungen an 9 Toren. Während sein liebster Lieferservice Fin Bartels verletzt ist, ruhen bei den Werder-Fans die Hoffnungen, dass es für den Rest der Saison zu einer neuen Liaison kommt. Die Art wie Kruse und Jerome Gondorf den Rekordmeister teilweise auseinander nahmen, weckte Erinnerungen an die letztjährige Rückrunde. 

 

Bei Schalke mischen nach Burgstaller vor allem Amine Harit (13 Beteiligungen an 11 Toren) und Daniel Caligiuri (14 Beteiligungen an 12 Toren) kräftig mit bei der Forcierung von Torerfolgen. Und nicht zu vergessen: Naldo. Seine 10 Torbeteiligungen machen ihn zum gefährlichsten Abwehrspieler der Liga und zur Lebensversicherung bei knappen Spielen. 3 seiner 5 Toren waren ein Ausgleichstreffer, der Rest Führungstreffer und alles aus Standards heraus.

 

Wann gibt es Zeit durchzuatmen?

Auch knapp vorbei ist nicht drin und somit weiter torlos sind die Knappen auch in der 6. bis 10., 26. bis 30. Minute, der Nachspielzeit von Halbzeit eins sowie in der 56. bis 60. und 66. bis 70. Minute.

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