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9. Februar 2018 read the game

ALLE INFOS ZUM 22. SPIELTAG DER FUSSBALL BUNDESLIGA

RB Leipzig vs. FC Augsburg 

Die Augsburger Puppenkiste mag Freitags einfach keine guten Vorstellungen abliefern seit 12 Spielen konnte man an einem Freitag Abend nicht mehr gewinnen. Ganz anders die Leipziger. Die Spieler scheinen die Flutlichtspiele zum Wochenendauftakt herbeizusehnen: 4 Siege, 1 Unentschieden.

Was euch erwartet? 

Ob nun ostdeutsche Gastfreundschaft oder schlafmütziges Abwehrverhalten, ein frühes Gegentor für RB Leipzig könnte den 22. Spieltag eröffnen. Denn lediglich Freiburg hat in der Bundesliga mehr Treffer in der ersten Viertelstunde kassiert, als Leipzig.  Und was dann? Da so ein frühes Gegentor noch viel Zeit für eine Aufholjagd ermöglicht, haben die Leipziger alle Chancen der Welt. Bisher gelang es, in 2 Partien noch als Sieger vom Platz zu gehen, lediglich einmal verlor man. Doch Obacht: Augsburg ging in der laufenden Saison bereits 3 Mal auswärts in Führung und dann auch schlussendlich als Sieger vom Platz.

Für eine attraktive FreitagabendUnterhaltung spricht, dass  beide Mannschaften ihre Tore bevorzugt aus dem laufenden Spiel heraus erzielen. Leipzig bringt es auf 18 Treffer nach einer Offensiven Phase und 7 nach einem Umschaltspiel. Hingegen haben die Augsburger 15 Tore nach einer Offensiven Phase erzielt und 5 nach einem Umschaltspiel. In den Farben getrennt, am Elfmeterpunkt vereint: Bereits 4 Mal trafen beide Teams vom Punkt aus, die Augsburger zudem auch gerne nach Ecken (5 Tore). 

Auf wen kommt es an?

Michael Gregoritsch ist der Führungsspieler” beim FCA. Niemand im Kader bringt sein Team öfter in Front. Zu Buche stehen 4 Tore, dazu gesellen sich noch ein Assist und 2 Pre-Assists, die zu Führungstreffern seiner Mitspieler führten. Nicht ganz so treffsicher, aber dafür ein Meister der Torvorlage ist in dieser Saison Philipp Max. Der Linksverteidiger hat bereits 4 Führungstore aufgelegt und auch selbst bereits ein 1:0 erzielt.

In Leipzig blickt alles auf Timo Werner der teaminterne MIP mit 17 Torbeteiligungen, davon 10 Saisontreffer, hält die Mannschaft, so könnte es einem manchmal vorkommen, alleine im Kampf um die Champions League. Ihm zur Seite steht Michael Sabitzer. Der Österreicher vertritt gewissermaßen die Assistmachine des Vorjahres Emil Forsberg. Bis jetzt kommt er unter anderem auf 6 Assists und 2 Tore. 

Eintracht Frankfurt vs. 1. FC Köln 

Duell der Torarmut

Es liegt das Gefühl vom Absolvententreffen nach 30 Jahren in der Luft. Mit Frankfurt und Köln treffen zwei Urgesteine der Bundesliga aufeinander. Die ganz glorreichen Jahre liegen allerdings schon länger zurück. Während Köln ums Überleben kämpft, streben sie bei der Eintracht das Comeback in Europa an

Was euch erwartet?

Kein Offensivfeuerwerk. Denn sowohl die Frankfurter tun sich schwer mit dem Toreschießen und Köln hat das im Grunde genommen auch erst wieder in der Rückrunde gelernt. Von den 17 Treffern der Kölner geht fast die Hälfte auf Standards (44%) zurück. Zudem hat unter Coach Ruthenbeck das Umschaltspiel an Qualität gewonnen, sodass bereits 4 Tore darüber erzielt wurden. 

Frankfurt hingegen hat den Minimalismus auf ein neues Niveau gehoben. Mit 26 Treffern auf Champions League Kurs zu sein ist eine Qualität für sich. Davon fielen 12 Treffer aus einer Offensiven Phase und 6 nach einem Umschaltspiel. Die von Niko Kovac errichteten Abwehrmauern dürften vermutlich erst bei Standards ins Wackeln geraten. Mit 10 Gegentreffern ist es den Stats nach die bislang einzige Schwäche der Defensive.

Auf wen kommt es an?

Da bei Frankfurt nach dem Pokalspiel wohl Marius Wolf verletzt ausfallen wird, kommt es in erster Linie auf Sebastian Haller (u.a. 8 Tore, 2 Assists) sowie Kevin-Prince Boateng (4 Tore, 2 Pre-Assists) an. Zudem wird es spannend sein, wie schnell Marco Fabian zu alter Stärke zurück findet.

Beim Effzeh ist es eine 2-Man-Show. Milos Jojic (u.a. 6 Torvorlagen, 1 Tor) legt die Bälle für Goalgetter Simon Terodde auf, der mit wenigen Ausnahmen auch direkt verwandelt. In der Rückrunde kommt er auf 3 Tore.

FC Bayern München vs. Schalke 04

11 Knappen müsst Ihr sein

Im Grunde genommen kann sich nur ein Schalker auf die Reise nach München freuen: Leon Goretzka. Keiner pfeift außer dem Schiri und nach dem Spiel kann er gleich da bleiben zur Wohnungssuche. Denn während die Bayern sogar 0:2Rückstände nicht aus der Bahn werfen, hat Schalke eine sportliche Krise und seit einer Ewigkeit nichts mehr in München geholt außer einen Kater vom Oktoberfest.

Was euch erwartet?

Vermutlich ein Sieg der Bayern. Es sei denn, es gelingt Schalke-Trainer Tedesco das Lehrmaterial seiner Kollegen aus Hoffenheim und Bremen zu perfektionieren. Denn die haben die Kunststücke vollbracht, in München zu führen und im Fall von Bremen das Spiel auch richtig lange offen zu halten. Die Basis bildet das aktuell heiß diskutierte Pressing. Darauf fußend müssen es die Knappen schaffen, sich selbst mit ihrer großen Stärke, den Standards (16 Tore), vor das gegnerische Tor zu bringen. Zudem müssten die königsblauen Kicker aus dem Spiel heraus mit ihren Individualisten Lücken in die Bayern Abwehr reißen. 

Auf wen kommt es an?

Es könnte der ganz große Abend von Naldo werden. Seine 10 Torbeteiligungen machen ihn zum gefährlichsten Abwehrspieler der Liga und zur Lebensversicherung in engen Spielen. Denn 3 seiner 5 Tore waren ein Ausgleichstreffer, der Rest Führungstreffer. Entstanden sind alle aus Standards heraus. In seiner Kernexpertise Verteidigung muss er außerdem die beste Offensive in Schach und seine Nebenmänner zusammen halten. 

Rollt der Ball, wird es auf Caligiuri (u.a. 3 Tore, 5 Assists), Konoplyanko (2 Tore, 4 Assists) und Harit (3 Tore, 7 Assists) ankommen. Es gilt Wege durch die Abwehr zu finden, um Burgstaller zu bedienen oder selbst den Abschluss aus unkonventionellen Lagen zu wagen. Denn darüber bekommt man die Bayern. 

Die schlechte Nachricht für Schalke 04? Beim FC  Bayern sind alle gut drauf.

Gelingt es Schalke 04 keine kapitalen Böcke in der Defensive zu schießen, werden Robert Lewandowski (u.a. 18 Saisontore) James Rodriguez (u.a. 4 Tore, 6 Assists) und Thomas Müller (u.a. 5 Tore, 6 Assists) mächtig wirbeln müssen. Das Problem: Darauf haben die Bayern aktuell wieder richtig Bock. Bestes Beispiel ist James Rodriguez. Im Hinspiel nahm er die Schalker im Alleingang auseinander, 2 Torvorlagen und ein Treffer. Wohlgemerkt, war er da noch ein spielerischer Fremdkörper. Jetzt ist er besser integriert bei den Bayern als der Freigänger Uli Hoeneß.

Werder Bremen vs. VfL Wolfsburg

Nach dem Pokalfight ist vor dem Abstiegskampf

Werder Bremen ist zurück im Alltag: Eben noch dicht vor der Pokalsensation, jetzt wieder Abstiegskampf. Im Weserstadion empfängt man den VfL Wolfsburg. Gewinnt Bremen, bleibt man über dem Strich und zieht zugleich die Wölfe ganz nah an den Abgrund.

Was euch erwartet?

Ganz viel ehrliches Abwehrhandwerk. Denn mit Bremen und Wolfsburg treffen die Maurermeister des Tabellenkellers aufeinander. Wolfsburg hat bis dato nur 25 Gegentreffer hinnehmen müssen, die Bremer lediglich einen Treffer mehr. Besser sind in der Bundesliga nur noch Eintracht Frankfurt sowie der Tabellenführer Bayern München. 

Und dabei hatten sie bisweilen sogar wirklich Pech. Denn bei 35% der Bremer sowie 32% der Wolfsburger Gegentore spielte der Zufall eine entscheidende Rolle, dass der Ball über die Torlinie ging. 

Doppelpass mit dem Zufall

Ob das nun ausgleichende Gerechtigkeit ist, müssen andere bewerten, aber im Angriff half bisher bei 9 Toren (38%) der Wolfsburger und bei 10 Bremer Treffern (56%) der Zufall ebenfalls tatkräftig mit. Allgemein ist zu erwarten, dass im laufenden Spiel beide Teams über ihr Pressing versuchen werden, den Ball zu erobern und im Umschaltverhalten die ungeordnete Abwehr zu überwinden.  Bei einem derartigen Pressing-Overkill ist es nicht verwunderlich, dass die Wolfsburger offensichtlich auch mal die Spielzeit außer acht lassen und erst nach Abpfiff merken, dass man auch Tore schießen muss, um zu gewinnen. 

Bereits 12 Unentschieden haben die Wölfe gesammelt. Noch eins mehr und man stellt den vereinseigenen Rekord ein. Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass es am Sonntag bereits soweit sein wird. 

Auffällig ist, dass 6 der 8 Gegentore nach Standards bei Bremen im Form von Ecken fielen. Gleichfalls erzielten die Hanseaten aber auch selbst 5 Treffer nach einem Eckstoß. Eine andere Qualität bringen die Wolfsburger mit sie trafen bereits 3 Freistöße direkt ins Tor Ligabestwert.

Auf wen kommt es an?

Zwischen den Pfosten haben beide Clubs echte Spitzenkräfte stehen. Sowohl Pavlenka als auch Koen Casteels parierten bis dato 77% der Bälle, die auf ihr Tor kamen Spitzenwerte der Bundesliga.

In der Offensive wird vieles, wenn nicht alles über den Kapitän der Umschaltmaschine Werder Bremen laufen: Max Kruse (u.a. 5 Tore, 5 Assists). Für den Aufwind der Hanseaten sorgen zudem die Rückkehrer Zlatko Junuzovic und Jerome Gondorf, die beide zuletzt trafen.

Bei Wolfsburg hakt es jedoch in der Kreativzentrale, dabei ist man prominent besetzt. Yunus Malli (u.a. 5 Tore, 2 Assists) als auch Daniel Didavi (17 Beteiligungen an 14 Toren) sind für höheres als das Dirigieren einer Abwehrschlacht bestimmt. Malli hat nun endlich wieder sein Talent aufblitzen lassen mit einem Assist beim Sieg im Derby gegen Hannover 96. Didavis Beiträge zur Wolfsburger Abteilung Attacke sind jedoch so zahlreich wie Nachtclubs in Wolfsburg. Ebenfalls zurück aus einem Leistungstief ist die talentierte Leihgabe vom FC Liverpool: Divock Origi. Nach dem Abgang von Gomez die große Hoffnung im Angriff auf den Klassenerhalt, traf er in Stuttgart zur 1:0-Führung.

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