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17. März 2021 read the game

MeinVfB: Standard Angriff & Abwehr-Granit

Der VfB Stuttgart gewinnt das Landesduell gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Das Ergebnis von 2:0 steht auf dem ersten Blick im klaren Kontrast zu den anderen Statistiken der Partie: Hoffenheim hatte am Ende 55 Prozent Ballbesitz und gab 16 Torschüsse ab. Stuttgart kam auf lediglich sieben Schüsse. 

Hoffenheim tappte in die Schussfalle

Im Schnitt kam Hoffenheim in dieser Saison auf zwölf Torschüsse pro Partie, der VfB Stuttgart ließ derweil durchschnittlich knapp 13 Schüsse des Gegners zu. Obwohl nun Hoffenheim sogar mehr Abschlüsse als normal hatte, kam nichts zählbares dabei heraus. Im Gegenteil. Die Gründe dafür: Von den 16 Schüssen gingen lediglich fünf Stück aufs Tor von Gregor Kobel. Nur zwei davon zwei wurden innerhalb des Strafraums abgegeben – und diese mit dem Kopf. Was im Hinblick auf Hoffenheim unbedenklich ist, da die TSG lediglich erst drei Kopfball-Tore in dieser Saison erzielen konnte. Harmloser per Kopf sind nur die Mainzer und Schalker mit je zwei Treffern. Alle anderen Schüsse wurden geblockt oder gingen am Kasten vorbei. 

Am besten war das an Andrej Kramaric fest zu machen. Der Hoffenheimer Angreifer gab acht Schüsse ab. Das war der Top-Wert der Partie. Die Hälfte gab der Vize-Weltmeister innerhalb des Strafraums ab. Problem: Nur einen einzigen Schuss brachte Kramaric in der Box auf den Kasten – mit dem Kopf. In dieser Saison hat Kramaric jedoch noch kein einziges Kopfballtor erzielt. Alle anderen Versuche des Hoffenheimers wurden geblockt oder gingen vorbei. Hoffenheims offensive Hauptwaffe wurde kalt gestellt.

Stuttgarts schnelles Tor-Rezept: Castro, Wamangituka, Kalajdzic

Schaut man mal, wer beim VfB Stuttgart in dieser Saison am häufigsten an Torschüssen beteiligt ist, findet auf den Plätzen drei bis fünf Castro, Wamangituka und Kalajdzic. Jene drei sind auch die Experten für das erfolgreiche Umschaltverhalten der Schwaben. Castro war an vier, Wamangituka an acht und Kalajdzic bereits an neun Treffer der 18 Saisontore im Umschaltverhalten (UV) beteiligt. Das letzte Meisterstück der drei konnte man beim 2:0 erleben: Castro in der Rolle des Wegbereiters, Wamangituka als perfekt getimter Vorlagengeber (4 Assists im UV) und Kalajdzic als eiskalter Vollstrecker (5 Tore im UV). In der Schlussphase der Saison muss der VfB Stuttgart sich nicht mehr finden, er ruft seine Erfolgsrezepte ab und lässt zudem wenig Gefahr seitens der Gegner zu. Einen echten Stresstest erhält die Mannschaft nun am 26. Spieltag beim FC Bayern München.