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29. April 2021 read the game

MeinVfB: Kraft- statt Schlussakt

Der VfB Stuttgart musste am 31. Spieltag die vierte Niederlage in Folge verbuchen. Insgesamt kassierte man in der Hinrunde nur fünf Niederlagen. Lässt der VfB die Saison nun austrudeln? Mitnichten. Allerdings muss man auch konstatieren: Mit Dortmund, dem 1. FC Union Berlin, Wolfsburg und Leipzig hatte man gleich drei Champions League Aspiranten vor der Brust. Gingen die Schwaben in einem der Spiele gnadenlos unter? Nein. Der VfB Stuttgart versucht weiterhin sein Spiel auf dem Platz zu bringen. Das Vorhaben wurde in Leipzig jedoch nach der frühen roten Karte arg torpediert. 

Denn drei Spieltage vor Schluss kann Cheftrainer Matarazzo nicht mehr aus dem vollen Schöpfen. Insgesamt fehlen dem VfB-Trainer acht Spieler verletzungsbedingt. Und das Lazarett ist prominent besetzt: Mit Sosa fällt aktuell der bester Vorlagengeber der Stuttgarter, die Torjäger Wamangituka und Gonzalez fehlen und mit Orel Mangala ist auch einer von zwei Mittelfeldchefs außer Gefecht gesetzt. Das in Kombination mit einer Unterzahl beim Tabellenzweiten führte zu folgenden Werten: Ist der VfB Stuttgart im Durchschnitt in dieser Saison knapp 23 Minuten in Ballkontrolle, waren es in Leipzig lediglich 16 Minuten. Insgesamt gaben die Schwaben nur zwei Schüsse ab, nicht einer davon ging aufs Tor. 

Vorne immer noch abgezockt, hinten zu anfällig

Trotz vierer Niederlagen blieb der VfB Stuttgart nur gegen Leipzig ohne Torerfolg. Durch die vielen Aderlässe beim Personal musste jedoch aus wenig viel gemacht werden. Fünf Tore erzielte man an den vergangenen vier Spieltagen, Stuttgart gab aber auch nur 35 Torschüsse ab. Das ist der drittniedrigste Wert im Bundesliga-Vergleich. Positiv betrachtet, fand jedoch jeder siebente Schuss den Weg ins Tor. Auf die gesamte Saison gesehen gehört der VfB jedoch mit 420 Torschüssen weiterhin zur Top 4 der Bundesliga. Umgerechnet fand da fast jeder 9. Schuss sein Ziel im Tornetz.

In der Abwehr ließ man zuletzt jedoch mehr zu als es den VfB Fans lieb sein konnte. In Leipzig konnte sich Gregor Kobel mit neun Paraden auszeichnen. Nur vier Mal parierte in dieser Saison ein Torhüter mehr Versuche des Gegners in einem Spiel. Zehn Gegentore musste er dennoch passieren lassen. DenGroßteil davon musste sich der Gegner jedoch hart erarbeiten: 64 Torschüsse gaben die VfB-Gegner an den letzten vier Spieltagen ab. Sechs der zehn Gegentore fielen im Positionsangriff, vermeintlich “leichte Tore” nach Umschaltverhalten waren selten (3x) nach Standards kassierte man nur einen Gegentreffer.

Die Comeback-Qualität der Schwaben leidet

Leider ließ die punktebringende Comeback-Qualität der Schwaben zuletzt akut nach. Denn in jeder Partie geriet der VfB in Rückstand und blieb am Ende punktlos. Insgesamt konnte man nämlich trotz 15 0:1-Rückständen sechs Mal noch ein Remis und einmal einen Sieg erringen.

Die letzten drei ausstehenden Partien werden daher spannend. Am 32. Spieltag trifft Stuttgart auf Augsburg, am 34. Spieltag empfängt der VfB Arminia Bielefeld. Dazwischen kommt mit Gladbach ein Team, was noch nach Europa will. Vor allem gegen die Abstiegskandidaten wird es ein Kraftakt. In Hinrunde überrannten die Schwaben die Augsburger mit 4:1 während man gegen Bielefeld einen rabenschwarzen Tag erwischte und 0:3 verlor. Das sollte Ansporn genug sein, es zum Saisonabschluss besser zu machen.